14.08.2026 – Warnemünder Leuchtturmbotschafter zu Besuch

Auf Leuchtturmreise ins Cuxland

Warnemünder Leuchtturmbotschafter besucht den „Schwarzen Riesen“ in Dorum-Neufeld

Eine sommerliche Leuchtturmreise entlang der Elbe führte den Warnemünder Leuchtturmbotschafter André Kroboth in das Cuxland. Ziel seiner Reise war unter anderem der Leuchtturm Obereversand in Dorum-Neufeld. Den Abschluss bildeten die Maritimen Tage in Bremerhaven.

Bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen von über 30 Grad machte sich Kroboth von Cappel-Neufeld aus mit dem Fahrrad auf den Weg nach Dorum-Neufeld. Schon von weitem war der markante „Schwarze Riese“ auf seinem stählernen Bakengestell zu sehen.

Auf Obereversand wurde der Gast von Thomas Bahr, Vorsitzender des Fördervereins Leuchtturmdenkmal Obereversand, sowie den Leuchtturmwärtern Gabi Alex und Gerald Schmied empfangen. Bei einem Rundgang erhielt er Einblicke in die Geschichte und die besondere Konstruktion des 1886/87 errichteten Leuchtturms.

Besonders beeindruckend war die Geschichte des Bauwerks: Ursprünglich stand Obereversand weit draußen im Watt auf der Sandbank Eversand und war Teil einer Richtfeuerlinie für die Schifffahrt auf der Weser. Erst durch die Rettung und Versetzung konnte der historische Turm erhalten werden. Heute ist er Museum, Aussichtspunkt und Wahrzeichen von Dorum-Neufeld.

135 Stufen führen bis zur ersten Galerie. Im Inneren erinnern unter anderem die ehemalige Unterkunft des Leuchtturmwärters, das Dienstzimmer mit historischem Morsegerät und die alte Optik an die Zeit, in der Menschen hier draußen im Watt ihren Dienst versahen. Auf der Galerie sorgen die historische Nebelglocke und der weite Blick über das Wattenmeer für besondere Eindrücke. Bei klarer Sicht lässt sich sogar der Leuchtturm Roter Sand am Horizont erkennen.

Für André Kroboth waren es jedoch nicht nur Geschichte und Technik, die den Besuch besonders machten.

„Am meisten beeindruckt haben mich die Menschen hinter dem Turm. Bei Thomas Bahr, Gabi Alex und Gerald Schmied war sofort zu spüren, mit wie viel Hingabe sie sich für Obereversand einsetzen.“

Zum Abschluss überreichte Kroboth ein Geschenk des Warnemünder Leuchtturmvereins. Natürlich durfte auch ein gemeinsames Erinnerungsfoto mit der Warnemünder Vereinsflagge vor dem Obereversand nicht fehlen.

Die Reise führte anschließend weiter nach Bremerhaven, wo die Maritimen Tage den Abschluss der sommerlichen Tour bildeten. So verband die Reise auf besondere Weise drei Dinge, die auch Obereversand ausmachen: Leuchttürme, maritime Geschichte und die Menschen, die sich mit viel ehrenamtlichem Engagement für dieses Erbe einsetzen.