Und noch eine Premiere.
Am 15. August 2026 wurde der Leuchtturm Obereversand zum internationalen Treffpunkt der Funkamateure. Im Rahmen des International Lighthouse and Lightship Weekend ging erstmals tatsächlich direkt vom „Schwarzen Riesen“ Funkbetrieb auf der Kurzwelle auf Sendung.
Organisiert wurde der Funkbetrieb von Sönke Mahrt. Zwei Trainee-Funker waren dabei für das DRK aktiv. Einer von ihnen, Marco Tollesen, ist zugleich Leuchtturmwärter auf dem Obereversand. Als Rufzeichen wurde das bekannte DA0LCC des Funkvereins DARC I56 Unterweser verwendet.
Für Thomas Bahr, Vorsitzender des Fördervereins Leuchtturmdenkmal Obereversand e.V., war die Entscheidung schnell getroffen: „Ich habe gleich zugesagt, da endlich wieder Betrieb im Leuchtturm-Dienstzimmer war. Ein Hauch von früher, während des Betriebs zwischen 1887 und 1923, wenn es damals allerdings noch kein Funk gab.“
Mit zwei Antennen und einem Kurzwellenfunkgerät wurde die Station auf der oberen Galerie aufgebaut. Von 19.10 bis 21.40 Uhr konnten 78 Funkverbindungen hergestellt werden. Die Signale reichten unter anderem nach Skandinavien, Polen, Österreich, England, Frankreich und Belgien. Besonders bemerkenswert war eine Verbindung zu einem Boot im Seegebiet vor Irland.
Auch zwei Nachwuchsfunker konnten als Trainees erste Erfahrungen auf den stark frequentierten Kurzwellenbändern sammeln. Das gute Wetter und ein eindrucksvoller Sonnenuntergang machten den Funkabend zusätzlich zu einem besonderen Erlebnis.
Für die Beteiligten war die Premiere ein voller Erfolg. Eine Wiederholung ist bereits gewünscht, dann möglichst mit einer längeren Funkzeit. Denn gerade in den späteren Abend- und Nachtstunden verbessern sich die Bedingungen für weitreichende Kurzwellenverbindungen.







